Eine schreckliche Nacht für George (Kapitel 6)

Noch in dieser Nacht, schlichen vier Männer um das Zelt von George.

Tim und Lucky hörten sie trotzdem und bellten.  

George schreckte sofort aus dem Schlaf und sah gerade noch Tim und Lucky draußen verschwinden. Dann hörte sie ein furchtbares bellen, jaulen, knurren, Getrampel und noch weitere Kampfgeräusche.

Sie hatte Angst, Angst um Tim und Lucky. 

Dann wurde es leise. Die Gauner haben Tim und Lucky überwältigt, dachte George ängstlich und besorgt. 

Da kam einer der Männer, ein stämmiger Mann ins Zelt und fragte George grimmig „Du bist doch der Knabe vom alten Kirrin, oder?“

Als sie nicht antwortete sagte er wütend „Antworte gefälligst!“

Drohend hob er seine Faust.  

George nickte.

„Gut!“, sagte der Mann und sagte zu einem außenstehenden, „Das ist der Knabe vom Alten. Soll ich ihn Fesseln Boss?“ 

„Klar man, mit dem verdienen wir `ne Menge Kohle, mach Alter!“, sagte dieser lachend.

So wurde George gefesselt und geknebelt. Der Mann zerrte George aus dem Zelt.

George sah Tim an einem Baum angebunden. Er schaute sie traurig an und George schaute traurig zurück.

Einer der anderen Männer sah Georges gequälten Gesichtsausdruck und sagte hämisch „Dein tollwütiger Köter wird hier angebunden bleiben und vermutlich verhungern.“ Die andren lachten.

Momentmal…, dachte George, die Männer haben nichts von Lucky oder Sammy gesagt. Das muss heißen, dass sie den Männern entwischt sind und vermutlich Hilfe holen. George war erleichtert über diesen Gedanken, machte sich aber trotzdem noch große Sorgen um Tim.
Lucky hatte gesehen wie Tim sich auf die Männer warf und wusste aber sogleich, dass er verlieren würde. Es waren zu viele.

Lucky beschloss Hilfe zu holen. Er rannte los, Sammy sah dies und verstand an Luckys Gesichtsausdruck, das was nicht stimmte.

Er rannte hinter ihm her und Lucky erklärte ihm, was er gesehen hatte und vorhat. Die beiden rannten und rannten. Sie rannten einen halben Tag lang und machten zwischendurch ein paar Pausen.

Endlich, dachte Lucky, das Felsenhaus. Er rannte zur Tür und bellte und kratzte. Tante Fanny machte ihm auf und sah überrascht drein. Was wollte Lucky hier und wo zum Teufel sind George und Tim, dachte sie. Lucky kam aber nicht rein. Er bellte weiter und sah sehr besorgt aus, da rief Fanny nach den anderen „Quentin, Anne, Richard, Julius kommt mal schnell her. Lucky ist da, aber ohne George und Tim.“

Die anderen kamen herbei gestürmt und sahen den aufgebrachten Lucky. 

Julius wusste auf einmal was los war und sagte, zur Überraschung aller anderen „George muss was zugestoßen sein und Lucky ist hier um uns zu ihr zu führen!“

„Ja, so ist es.“, sagte auch Richard. 

„Gut, Fanny, rufe sofort die Polizei, sie soll sehen wo wir hinmüssen. Richard, Anne und Julius geht mit Lucky schon mal vor! Ich bringe das Pferd zum Reiterhof und komme dann mit der Polizei nach.“, sagte Onkel Quentin laut und verwirrt. Anne, Richard und Julius rannten dem schnellen Lucky hinterher.

Der pfiff davon und blieb immer wieder unruhig stehen um auf die Kinder zu warten. 

Da hörten die vier ein Geräusch, es waren … Polizeisirenen. Schnell stiegen die Kinder in den einen Wagen, wo auch Onkel Quentin drinnen saß.

Lucky rannte weiter und die Polizei fuhr hinterher. Bald waren sie an dem Wald angelangt wo Tim angebunden war.

Tim hörte Autogeräusche und bellte „Wau, wau, wau!“ 

„Das ist ja Tim!“, rief Anne überrascht als sie ausgestiegen waren um zu Fuß weiter zu gehen.

Ein Polizist, der Oberwachtmeister Klausen band Tim los und Tim und Lucky rannten weiter. Ihr Frauchen war in Gefahr, das wussten sie. 

Also rannte die Versammlung weiter hinter den Hunden her. 

Bald darauf kamen sie an eine Straße, wo die Hunde stehen blieben. Sie konnten Georges Geruch nicht mehr aufnehmen.  

„Ab hier sind sie wahrscheinlich mit dem Auto weiter gefahren.“, sagte einer der Polizisten keuchend und deutete auf die Radspuren auf der sandigen Straße.

Es war eine anstrengende Rennerei gewesen. 

Da fingen Tim und Lucky an zu jaulen. Es war ganz fürchterlich, aber das sollte es ja auch sein. Tim und Lucky wollten damit ausdrücken wie wichtig George für sie war und wie traurig sie ohne George sind.

„Lasst uns zurückgehen, es hat keinen Sinn mehr, hier weiter zu warten.“, sagte endlich Oberwachtmeister Klausen. Also gingen sie zurück.  

Plötzlich bellten Tim und Lucky auf und rannten davon. 

„Nichts wie hinterher!“, rief Richard und schon rannten sie wieder los.

Tim und Lucky rannten quer durch den Wald und blieben wieder abrupt stehen. „Merkwürdig. Was ist denn mit Tim und Lucky los?“, wunderte sich Onkel Quentin.

Nach einer Weile fand einer der Polizisten eine Lösung für Luckys und Tims seltsames Verhalten.

„Der Wind weht vermutlich von überall Gerüche her. Darunter vermutlich auch den von ihrer Tochter, Herr Kirrin. Weshalb die Hunde so verwirrt sind.“, sagte einer der Polizisten zu Onkel Quentin. 

„Nun müssen wir aber wirklich zurück.“, sagte der Oberwachtmeister Klausen. Sie gingen nun nochmal zurück und Tim und Lucky wunderten sich  zwar immer noch, warum sie ihr Frauchen rochen und wieder nicht, rannten aber nicht wieder weg.  

Als die Kinder und Quentin wieder zu Hause waren erzählte Onkel Quentin Fanny alles was sie bisher erlebt hatten und beide machten sich schreckliche Sorgen um George.
George hingegen erlebte weniger Spannendes.  

Sie wurde quer durch den Wald getragen und dann an einer Straße in ein Auto geschubst. Sie fuhren einen holprigen Weg an der Küste entlang. 

Bald kamen sie an ein großes Gebäude, es war rot und auf dem Gelände stand noch ein Turm. 

In diesen Turm wurde sie gesperrt und musste ihren schrecklichen Gedanken nachhängen.

Ach, wäre ich doch bloß nicht wieder auf Wanderschaft gegangen, dachte sie verzweifelt. Oder wären diese Entführer nicht aufgetaucht. Dann hätte ich zwei wunderschöne Tage erleben können. 

Lange konnte George sich mit diesen Gedanken nicht beschäftigen und so schweiften ihre Gedanken zu Tim und Lucky.

Hoffentlich geht es ihnen gut. 

Nach zwei bis drei Stunden kam einer dieser Entführer nach oben und brachte ihr etwas zu essen.

„Morgen, mein Freund wird dein lieber Papa einen schönen Brief erhalten wo drin steht was für eine Geldsumme wir für seinen kleinen Jungen verlangen. Sie wird ganz schön hoch sein.“, sagte er zuckersüß. 

Blödmann, dachte  George und konnte nicht anders, sie musste in sich hinein grinsen. Man hielt sie doch tatsächlich für einen Jungen, dachte sie ein wenig geschmeichelt. 

Der Mann wollte gerade gehen, da sagte George zu ihm „Warten sie. Können sie mir vielleicht ein paar Karten oder Spiele bringen. Ich langweile mich hier sosehr.“

Der Mann nickte und kam nach zehn Minuten mit einem Stapel Karten und Spielen zurück.

„Hier spiel ‘nen bisschen.“, sagte er auf einmal fast väterlich.

George nickte und spielte den ganzen Tag mit den Karten und Spielen oder hing wieder ihren Gedanken nach.

Am Abend war sie müde und schlief langsam gähnend ein.
Auch die anderen waren müde vom dem aufregenden Tag.   

Sie hatten trotz Georges Verschwinden und allem was da zugehörte einen schönen Tag gehabt. 

Die drei Kinder waren wieder am Strand gewesen, bloß mit Tim und Lucky die zu nichts auch nur ein bisschen Lust zeigten. Nein für sie war es ein schrecklicher Tag gewesen. Sie waren ohne George auskommen müssen. 

Fanny und Quentin machten sich nur noch Sorgen um ihre Tochter. Wohin war George verschleppt worden?

Sie wussten es nicht. 

Also gingen alle ins Bett und schliefen glücklich, traurig, nachdenklich oder gar nicht ein.    

Tim und Lucky wollten nicht schlafen. Sie hofften insgeheim, dass George doch noch auftauchen würde und wachten. George aber tauchte nicht auf.

© by George28

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Kommentare: 4
  • #1

    Hannes (Dienstag, 12 März 2013 17:41)

    Jetzt wird's richtig spannend!

  • #2

    jana-und-sophia-muenster-fanpage (Dienstag, 12 März 2013 19:00)

    mach weiter so :D

    LG, Kai

  • #3

    George28 (Dienstag, 12 März 2013 19:59)

    Ich werd morgen den nächsten Teil hochladen.
    Wird übrigens öfters spannend. Das eigentliche Abenteuer hat ja noch nichtmal angefangen =)

  • #4

    Linn (Dienstag, 12 März 2013 22:19)

    wow wie die anderen schon gesagt haben wird echt spannend!^^

Ich bin KEINER der Fünf Freunde Schauspieler, nur ein Fan!



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