Wir finden den Schatz (Kapitel 16)

Am nächsten Morgen waren alle sehr müde und schliefen deshalb auch bis um elf.
George gähnte einmal kräftig und stand auf.
„Heute müssen wir den Schatz finden und die Gauner stellen.“, sagte sie selbstbewusst.
Leise ging George runter, gefolgt von Tim und Lucky. Sie ging aus dem Haus und legte sich in den Garten. Dort ließ sie sich die Sonne ins Gesicht strahlen und schloss die Augen. Ihr gefiel es in der Sonne und Tim und Lucky auch. Die beiden setzten sich neben George und schlossen ebenfalls die Augen. Die drei Freunde lagen so eine Weile im Gras und George schlief wieder ein. Tim und Lucky auch.
Plötzlich schreckte George aus dem Schlaf, jemand polterte die Treppe herunter. Es waren die drei Geschwister.  
„Morgen, George.“, sagte Julius fröhlich gelaunt. Die drei setzten sich neben George, Tim und Lucky.
„Wir wollen ja den Schatz finden. Was machen wir also als erstes.“, fragte Richard, hoffnungsvoll ob die anderen eine Idee hatten.
„Ich bin der Meinung, wir beschatten Bartels.“, sagte George, die sich schon Gedanken gemacht hatte.
„Ja gut. Und dann?“, sage Anne.
„Das werden wir dann sehen.“, antwortete George achselzuckend. Die sechs Freunde gingen wieder ins Haus, wo Tante Fanny gerade das Frühstück zubereitete.
„Ihr könnt mir helfen Kinder.“, sagte sie.

„Ich füttere Tim und Lucky.“, sagte George schnell. Sie wollte sich, wie immer, vor der Arbeit drücken.  
„Wir decken den Tisch.“, sagte Anne. So machten sich alle ans Arbeiten.

Als George fertig war spielte sie mit ihren Hunden Stöckchen werfen. Sie warf den Stock so weit wie möglich und Tim und Lucky rannten hinterher. Wer den Stock als erstes fing oder nahm, brachte ihn zu George zurück und bekam ein Leckerli.
George ging hinein und sah, erstaunt, dass der Tisch schon voll beladen war mit den besten Köstlichkeiten. Es waren Schinken, Spiegeleier, Käse, Torte, Obst, Brot und knusprige Brötchen auf dem Tisch vorhanden. Die anderen Arbeiter kamen aus der Küche und setzten sich hin. George auch.
Quentin kam aus dem Badezimmer und setzte sich ebenfalls. Dann griffen alle beherzt zu.
George nahm sich als erstes ein Spiegelei und dazu Schinken.
Anne hingegen nahm sich ein Brötchen mit Käse und die anderen packten alles Unterschiedliche auf ihre Teller. Bald waren alle satt und der Tisch leer.
„Wir wollen dann spazieren gehen Mutter. Kannst du uns eine Proviantbox zubereiten? Wir wollen danach nämlich picknicken.“, erklärte George ihr Vorhaben.
„Ja, ja. Geht nur. In einer halben Stunde ist die Box fertig.“, sagte Fanny und die Kinder gingen.
Als sie weit genug weg waren, wagte Anne endlich zu fragen, was George vermeiden wollte.
„George, du hast gestern von einem Schiffswrack gesprochen, was dir gehört.“

„Hä, hab ich das?“, versuchte George sich raus zu reden.
„Ja, hast du.“
„Komm, sag schon. Hast du jetzt eins oder nicht.“, fragte Julius neugierig.  
„Hugh ja, hab ich.“, rückte George nun endlich, aber mürrisch raus.
Sie wollte auf keinen Fall noch mehr Geheimnisse ausplaudern und den Geschwistern das Wrack zeigen, kam gar nicht in Frage. Es war ihr Lieblingsort und auch ihr sogenanntes „zweites Zuhause“. Von dem Schiffswrack wusste niemand und das sollte auch so bleiben.
„Bevor ihr auf die Idee kommt zu fragen, ich werde es euch niemals, verstanden, niemals zeigen!“, sagte sie leicht hysterisch.
„Na dann sag uns wenigstens wie es da aussieht.“, meinte Richard enttäuscht.
„Nö. Sag ich nicht. Ich mach euch doch bloß noch neugieriger und dann kann ich euch nicht mehr in die Augen schauen. Wenn ihr mich so traurig anschaut.“, stimmte sie dagegen.
Bevor Richard etwas erwidern konnte, stieß Julius ein leises „Pst.“ aus und deutete zum Dorf.
Da schlich doch jemand an ein Haus heran. Es war Professor Bartels! 

„Schnell, hinterher.“, flüsterte George und sprang geschmeidig zum Haus und das so, dass niemand es hörte.  
„Ich staune jedes Mal.“, flüsterte Julius.
„Ja schon. Aber immer ist sie die erste.“, ärgerte sich Richard.
„Na und. Sei froh das wir dabei sein dürfen.“, mischte sich Anne ins Gespräch.
„Los jetzt! Sonst sind wir zu spät. George ist schon am Fenster.“
Die drei schlichen zu George, die schon fleißig lauschte.
„Bartels ist rein gegangen und wird von einem Bekannten begrüßt.“, erklärte George schnell das bis jetzige Geschehen.
In dem Zimmer sagte gerade der Bekannte von Bartels „Willst du wieder mit Miriam sprechen?“
„Ja. Es ist wichtig.“, drängelte Bartels.
„Schon gut.“, antwortete der Freund und klopfte drei Mal gegen etwas. George wagte es, kurz den Kopf zu heben und sah gegen was der Mann schlug.
„Ein Schrank.“, flüsterte sie irritiert.
„Miriam? Bartels ist hier. Er will dich sprechen.“, sagte der Freund.
Miriam sprach gedämpft durch den Schrank „Lass ihn reinkommen.“
„Gut.“, sagte der und die Kinder hörten ein Geräusch das sich wie ein Klicken von einem Schalter anhörte. Dann schlürfte irgendetwas. Danach noch einmal.
Diesmal wagte es Richard den Kopf zu heben.
„Bartels ist verschwunden.“, sagte er entsetzt.
„Verstehe.“, meinte Julius nachdenklich.
„Was verstehst du?“, fragten Anne und George im Chor.
„Na der Mann betätigt einen Schalter, der Schrank öffnet sich und gibt ein verborgenes Zimmer zum Vorschein. Dann tritt Bartels ein und der Schrank rutscht an seinen alten Platz zurück.“, erklärte Julius mit fachmännischer Miene.
„Woher weißt du das?“, fragte George verdutzt, auf diese Idee wäre sie nie gekommen.
„In Krimis ist das immer so um Verbrecher zu verstecken.“, sagte Julius, froh dass er George beeindruckt hatte. Jetzt lauschten die Kinder weiter.
„Pst. Nein Tim! Nein Lucky!“, zischte George ihre Hunde an, als diese versuchten durch das Fenster zu sehen. „Fangt bloß nicht an zu jaulen, klar!“
Die Hunde kapierten und setzten sich dicht zu George. George stöhnte, ließ sie aber bei sich. Wer weiß was sie sonst noch anstellten. Gedämpft hörten die Kinder die Stimmen von Bartels und Miriam.  
„Ich hab den Schatz versteckt.“, verkündete Bartels triumphiert. „Leider bleiben die Gören noch ein paar Tage länger. Wir machen aber trotzdem weiter wie wir es besprochen haben, klar?!“
„Und? Wo ist der Schatz?“, fragte Miriam begierig.
„Na gut. Aber hört uns dein Kumpel nicht?“
„Nee. Der arbeitet in der Küche. Komm schon schieß los.“  
„Ja, ja. Ich wollte auch nur mal sicher gehen. Gut, der Schatz liegt in, man wie soll ich sagen…“
„Och, beschreib einfach den Weg.“  
„Äh ja. Du kennst doch den Felsenwald. Im Felsenwald gibt es diesen besonders dunkleren Teil. Dort habe ich Zeichen gelegt wie zerknickte Äste oder Sträucher mit keinen Blättern mehr dran und andere Merkmale. Da wo ein Kreis mit kleinen Steinen ist, dort ist der Schatz unter dem größten versteckt. Oder eher die Botschaft mit …“, erklärte Bartels den Weg.
„Ziemlich kompliziert.“, unterbrach ihn Miriam. „Na ja, mich kümmert es nicht, solange du es weißt. Du hast doch für heute Abend alles vorbereitet oder?“
„Klar. Für wie blöd hältst du mich!“, schimpfte Bartels.
Draußen waren die Kinder nun ganz aus dem Häuschen.
„Lasst uns schnell verduften.“, kommandierte Julius.
Die Kinder liefen geräuschlos davon. Auf dem Weg zurück zum Felsenhaus besprachen sie, was sie jetzt tun würden.
„Am besten gehen wir noch heute in den Wald. Wenn wir morgen gehen würden hätten die beiden Gauner ihn schon in den Händen.“, meinte George sehr aufgeregt.
„Ja. Das tun wir am besten. Jetzt holen wir erst mal den Proviant und dann geht’s los.“, stimmte Richard ihr zu.  
„Müssen wir wirklich in den dunkelsten Teil des Waldes? Wir verlaufen uns doch bestimmt.“, fragte Anne verunsichert.
Sie hatte immer noch Angst vor dem Wald. Es war schon schlimm genug gewesen George in ihm zu suchen.
„Keine Sorge. Ich kenne den Wald. Ich bin öfters dort gewesen. Und außerdem haben wir die beiden.“, sagte George munter und zeigte auf Tim und Lucky, die schwanzwedelnd um sie herum tanzten.
Das beruhigte auch Anne und so frohlockten die Kinder schon über ihr spannendes Abenteuer. George ging ins Haus, holte den Proviant und regelte alles mit Tante Fanny, dass sie heute einen langen Ausflug machen würden.
Fröhlich machten sich die sechs Freunde auf den Weg. Richard und Julius sorgten mit ihren Witzen für eine angenehme Wanderung zum Wald. Endlich standen die sechs Freunde vor dem Wald.  
„Und wo ist jetzt die dunkelste Stelle im Wald?“, fragte Anne ängstlich.

„Folgt mir.“, meinte George zur Antwort und lief voran in den Wald. Tim rannte ihr bellend hinterher. Lucky aber lief ins Gebüsch und schnüffelte. Er roch Kaninchen.
Plötzlich tauchte ihm gegenüber eins auf. Bellend stürmte er auf es zu. Das Kaninchen aber kroch ängstlich durch seine Beine hindurch und Lucky sah sich verwirrt um.
Wo war das Kaninchen?
Da, er hörte es. Schnell drehte er sich um und jagte es aus dem Gebüsch.
George musste grinsen und fragte Lucky „Macht es dir immer noch so viel Spaß? Eins sag ich dir gleich, du wirst nie eins von ihnen bekommen, sie sind zu schnell für dich.“
Lucky bellte nur. Tim hatte bis jetzt dem Schauspiel nur zugeschaut, anscheinend hatte er Gefallen daran gefunden und wollte Lucky helfen.
Denn er rannte jetzt auf das Kaninchen zu, ihm gegenüber rannte Lucky auch auf das Kaninchen zu.
Das Kaninchen wich beiden aus und rums, die beiden krachten gegeneinander. Die vier Kinder mussten über das Schauspiel lachen, dass sich ihnen erbot. Nach ein paar Minuten waren beide Hunde völlig aus der Puste.
„Los jetzt. Ihr habt genug gespielt.“, kommandierte George die beiden und die trollten sich müde zu ihr.
George führte die kleine Gruppe sicher durch den Wald, es wurde immer dichter und dunkler. Schließlich blieb sie stehen.
„Hier ist es. Jetzt müssen wir nach zerknickten Ästen und Büsche ohne Blätter Ausschau halten. Also los.“, gab George Anweisungen.
Anne fand als erstes einen abgebrochenen Zweig.
„Hier, hier ist so ein Ast.“, rief sie die anderen zu sich. Schnell liefen die anderen zu Anne, um ihren Fund zu bestaunen.
„Stimmt. Kommt weiter, sonst finden wir den Schatz nie.“, kommandierte Julius die Gruppe.
Einer nach dem anderen fand einen weiteren Beweis dafür dass sie richtig waren.
„Hier ist ein leerer Busch.“, rief zum Beispiel Richard und Julius fand einen in einen Baum geritzten Pfeil.
„Wir sind schon ziemlich lange hier im Wald rum gelaufen. Müsste da nicht endlich die Stelle wo der Schatz versteckt ist kommen?“, fragte Anne müde.
Sie hatte Recht. Die Freunde waren schon zwei Stunden im Wald herumgeirrt. Julius knurrte der Magen.
„Ich bin dafür, wir essen erst mal Mittag.“, meinte er.  
George, die bisher nur geschwiegen hatte, nickte. Sie war ein wenig beleidigt, da sie noch keinen Wegweiser gefunden hatte.
So setzten sie sich auf den Waldboden und aßen. Tim und Lucky saßen neben George und starrten sie mit bittendem Blick an. George konnte nicht anders und gab ihnen was ab.
Gierig fraßen sie es auf und starrten sie wieder an. Auch diesmal bekamen sie etwas.
„George, du solltest ihnen nicht so viel abgeben. Die betteln sonst doch immer wieder.“, sagte Richard.  
„Na und. Sie bekommen immer etwas ab.“, protestierte George.
Als alles alle war, marschierten die Freunde weiter. Endlich fand George einen Wegweiser. Auf einem Stein stand in Kreideschrift:

Noch ein, zwei Schritt und du bist da.    
Oder war vor dir schon jemand hier?  
Lauf drei bis vier und tada,
du stehst schon vor mir.

„Hä? Was soll das denn heißen?“, stieß George verdutzt aus. 

„Keine Ahnung.“, sagte auch Julius.
„Mal überlegen…“, meinte Richard. „Noch ein, zwei Schritt… Das wird wohl so viel heißen, dass wir ein bis zwei Schritte gehen sollten. Und du bist da. Dann ist man halt dort. Oder war schon jemand vor dir hier? Das heißt so wie gesagt. Und Lauf drei bis vier und tada, du stehst schon vor mir, heißt, würde ich sagen, wir laufen drei bis vier Schritte und müssen dann vor uns graben.“
„Wow.“, meinte George verdutzt.
Jetzt war Richard geschmeichelt, wie sein Bruder es gewesen war, als er George beeindruckt hatte. Julius klopfte seinem Bruder anerkennend auf den Rücken. Julius war innerlich ein bisschen sauer. Warum bin ich nicht drauf gekommen, dachte er enttäuscht. Denn eigentlich hatte er vorgehabt George noch einmal zu beeindrucken. Es war ein kleiner Kampf zwischen den Brüdern ausgebrochen, beide wollten George unbedingt beeindrucken. Warum wussten sie selber nicht so genau…
„Kommt. Ich geh jetzt die vier Schritte und ihr grabt dann dort vor mir, ja?“, sagte George und brachte Julius in die Wirklichkeit zurück.
George lief vier Schritte und vor ihr lag ein großer Stein.
„Versuch es nochmal.“, meinte Julius, weil er nicht daran glaubte in einem Stein graben zu können.
So versuchte sie es ein zweites Mal und ein drittes Mal, aber jedes Mal stand sie vor diesem Stein.
„Was soll ich denn machen? Jedes Mal stehe ich vor diesem Stein.“, sagte George verzweifelt.
„Julius, komm. Wir versuchen ihn hochzuheben.“, sage Richard. Zusammen versuchten die beiden den Stein zu heben und tatsächlich, ein kleines bisschen schafften sie es. Mehr aber brachten sie nicht zustande.
„Anne, versuch mal runterzugucken.“, sagte George.
Anne kniete sich hin und dachte, man ist George nett geworden. Tim wollte auch gucken und drängelte sich neben Anne.

„Tim, zisch ab und komm her.“, befahl George deshalb schnell und Tim gesellte sich drollig zu ihr. Lucky saß artig neben George.
Dann fing Anne an unter dem Stein rumzutasten. Da spürte sie einen verknüllten Zettel. Schnell schloss sie ihre Hand um den Zettel und holte ihn hervor. George sah sie gespannt an.
„Ihr könnt den Stein runterlassen. Ich hab was wir suchten.“, sagte Anne erst mal zu den Jungs.
Dann setzten sich die vier Kinder ins Gras und Tim und Lucky platzierten sich neben George.
„Zeig schon, komm.“, bettelte George. „Was hast du gefunden?“
Triumphierend zeigte Anne den zerknüllten Zettel.  
„Das hab ich gefunden.“, sagte sie lächelnd. 

George nahm ihr den Zettel aus der Hand und breitete ihn aus.
Auf dem Zettel stand:

Nun, jetzt kommt mein letzter Tipp:   
Such in dieser kleinen Lichtung!

P.S. Wo leben die Tiere, die keinen Winterschlaf halten und ihre Verstecke der Vorräte im Winter öfters vergessen?

George hatte den Zettel laut vorgelesen.
„Das versteh ich nicht.“, sagte Richard nach kurzem Überlegen.  
„Was hat diese Bemerkung von dem Tier damit zu tun?“, sagte auch Julius.
„Was sollen wir denn jetzt machen?“, fragte Anne verzweifelt.
„Pst.“, machte George. Sie überlegte.
„Ja, genau, leise Anne.“, flüsterte Richard grinsend.
Dann war es still. Die beiden Jungen überlegten, sie wollten ja unbedingt George beeindrucken, und George überlegte. Anne hatte keine Ahnung und streichelte Luckys weiches Fell.
Mal überlegen, dachte George. Das Tierrätsel muss bestimmt als erstes gelöst werden. Ein Tier das seine Vorrat-Verstecke öfters vergisst. Es hält keinen Winterschlaf. Klar, das ist das Eichhörnchen. So jetzt muss das Eichhörnchen nur noch mit dieser Lichtung in Zusammenhang gebracht werden, folgerte George. Sie sah sich bedächtig um, das bemerkte Julius.
„George, was suchst du? Hast du das Rätsel etwa gelöst?“, fragte er gespannt.
George überhörte ihn und sah sich weiter um. Ihr Blick viel auf einen Baum. In dem Baum war etwas weiter oben ein Loch.
„Ich hab‘s gefunden.“, rief sie. George sprang auf und ging zum Baum.
„Julius, Richard, macht mal bitte eine Räuberleiter.“, sagte sie zur Antwort zu den verwirrten Gesichtern ihrer Freunde. Julius und Richard taten wie ihnen geheißen.
George kletterte die Räuberleiter hoch und tastete in dem Loch rum und … tatsächlich, dort war eine Truhe. George versuchte sie zu fassen. Aber es gelang ihr nicht, sie war noch zu tief.
„Versucht mal noch höher zu halten.“, sagte sie zu den beiden Brüdern.

„Wir versuchen ‘s.“, stöhnte Richard. Anne beobachtete gespannt was George machte. George versuchte jetzt, wo sie höher stand, noch einmal die Truhe zu fassen zu bekommen.
„Ja, ich hab sie.“, sagte sie triumphiert, als sie die Truhe in die Hand nahm und aus dem Loch zerrte.
„Was hast du?“, fragte Anne.
George hangelte sich von der Räuberleiter runter und zeigte stolz die Schatztruhe.
„Du hast die Schatztruhe gefunden?“, sagte Julius staunend.
Die vier Kinder betrachteten die Truhe andächtig. Sie war nicht geschlossen worden. Nein, sie musste so wie sie gewesen war hier her gebracht worden sein. George setzte sich und sah prüfend in die Truhe. Nichts fehlte, kein Diamant, keine Perlen und keine Münzen, soweit sie es überblicken konnte.
„Sag, George, wie hast du rausbekommen, wo der Schatz lag?“, fragte Richard.
Er wollte unbedingt wissen was das Rätsel bedeutet hatte.
„Ganz einfach. Man muss als erstes rausbekommen, welches Tier gemeint ist. Und das war halt das Eichhörnchen. Nun stellt sich die Frage: Wo leben die Eichhörnchen? Ganz einfach, in Baumhöhlen. Also hab ich mich nach so einer kleinen Höhle umgesehen und tada, der Schatz war da.“, erklärte George sehr zufrieden mit sich, sie hatte bemerkt, dass bei den Jungen so etwas wie ein Krieg ausgebrochen war und war deshalb froh, einmal selbst zu gewinnen. Sie wusste zwar nicht worum es ging, aber trotzdem wollte sie halt nicht alles den Jungen überlassen.

© by George28

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Kommentare: 4
  • #1

    Linn (Samstag, 23 März 2013 23:23)

    beide kapitel echt toll!!!
    die stelle wo richard george beindrucken will is lustig=)

  • #2

    Hannes (Sonntag, 24 März 2013 09:36)

    Wow! Gute Idee mit dem Eichhörnchen-Rätsel!

  • #3

    Emma (Sonntag, 24 März 2013 14:00)

    SUPER

  • #4

    Wickie (Sonntag, 22 Juni 2014 16:23)

    WEITER SO!!!! : ))

Ich bin KEINER der Fünf Freunde Schauspieler, nur ein Fan!



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