Freunde? (Kapitel 10)

George wollte wieder die Treppe rauf klettern, zumindest es versuchen. Da kamen Julius, Anne und Richard. 

Julius fragte George „Sollen wir dir helfen?“ 

„Nein!“, sagte George störrisch und versuchte hoch zu laufen.  

Sie schaffte es und blieb oben stehen. Triumphierend blickte sie die drei an.    

„Na gut, du bist eben doch stark genug.“, gab Julius zu.  

Dann ging George auf ihr Zimmer.

Julius, Anne und Richard wollten ihr hinterher, aber George hielt sie zurück.

„Das ist immer noch mein Zimmer!“, sagte sie und schloss die Tür. Sie legte die Krücken weg und boxte wieder mal gegen ihren Sandsack. 

Nach einer halben Stunde kam Fanny rauf und ging in Georges Zimmer.  

„Was machst du denn hier?“, fragte George überrascht. 

Ihre Mutter kam sehr selten in ihr Zimmer.

„Ich will mit dir reden.“, sagte sie. 

„Worüber?“, fragte George und boxte weiter.   

„Darüber wie das jetzt weiter geht mit uns und deinen Gästen.“, antwortete Fanny.

„Wie soll es schon weiter gehen? In drei Tagen werden sie nach Hause fahren und nie wieder herkommen. Dann hab ich endlich meine Ruhe.“, sagte George achselzuckend. 

„Nein eben nicht. Die drei werden noch eine Woche länger bleiben.“, sagte Fanny.

„Was?!“, entgeistert sah ihre Tochter sie an.  

„Ich will das nicht, Mutter. Ich will endlich wieder alleine sein.“, sagte George völlig verstört. 

„Warum denn. Die drei wären die besten Freunde für dich.“, sagte ihre Mutter.

„Ich brauch keine Freunde!“, sagte George sauer und schlug noch heftiger gegen ihren Sandsack. Fanny stöhnte und ging zur Tür.

„In einer halben Stunde gibt es Mittagessen.“, sagte sie noch und ging wieder runter. 

Dort erzählte sie Anne, Richard und Julius von ihrem Gespräch. 

„Heute bei dem Spaziergang, haben wir uns irgendwie besser kennen gelernt. Ich glaube sie denkt wir wollen in ihr Leben eindringen oder so.“, sagte Anne.  

„Ja, aber sie wirkte viel netter, nachdem wir Tim gerettet haben.“, sagte auch Julius.  

„Hm. Ihr habt George beeindruckt. Sie hätte niemals gedacht dass ihr ihr helfen würdet. Sie tut nur so, weil sie sich zum ersten Mal unsicher ist in Sachen Freundschaft.“, sagte Tante Fanny.  

„Also bist du der Meinung wir könnten George noch als neuen Freund gewinnen?“, fragte Richard. 

„Ja ich glaube schon. Ihr müsst ihr irgendwie zeigen was an einer Freundschaft so wichtig ist. Damit sie sich nach einer Freundschaft sehnt.“, sagte Tante Fanny hoffnungsvoll.    

„Also nur so ein bisschen vorzeigen und sie wird es wie ein Hund nachmachen?“, fragte Julius unsicher.  

„Ja so kann man es vielleicht vergleichen.“, antwortete Tante Fanny lächelnd.

„Na ja. Ein Hund ist George nicht gerade. Vielleicht eher ein Tiger?“, sagte Richard grinsend und die anderen lachten.    

Dann machte Tante Fanny sich ans Mitttagessen zubereiten. Anne, Richard und Julius halfen ihr. Dabei unterhielten sie sich weiter.

„Bevor ihr anfangt lasst George noch einen Tag Bedenkzeit.“, sage Tante Fanny.

„Gut, okay. Machen wir.“, antwortete Julius.

„Anne, gibst du mir mal das Salz?“, fragte Richard seine Schwester.  

„Hm.“, machte Anne und gab ihm das Salz. 

Kurz bevor das Essen fertig war kam George mit Tim und Lucky hinunter.

„Mutter, darf ich bitte das Essen mitnehmen und einen Ausflug machen?“, fragte George, festentschlossen dies so oder so zu machen.

„Ja, mach ruhig.“, sagte Fanny zu Georges großer Überraschung.  

„Danke.“, sagte George und umarmte ihre Mutter.   

Fanny packte etwas von dem Essen in eine Dose und gab es George. George nahm die Dose und steckte sie in ihren Rucksack.  

Dann sagte sie „Tschüss.“, und ging los.  

Der Rest aß gemütlich ihr Mittagessen und erklärte Onkel Quentin, was sie vorhatten.


George ging währenddessen zum Reiterhof und holte Sammy. Mit Sammy, Tim und Lucky unternahm sie endlich wieder einen kurzen Ausflug zu ihrem geheimen Schiffwrack am Strand. 

Dort breitete sie eine Decke auf dem Sand aus und aß ihr Mittagessen. Dabei dachte sie nochmal über alles nach.

Ist eine Freundschaft vielleicht doch ganz gut. Nein, nein und nochmal nein. George, du bist schon immer ohne Freunde ausgekommen, also brauchst du auch keine Freunde.

George wurde durch das viele Nachdenken wütend.   

Hugh, Freundschaft, wenn ich nicht lache, dachte sie. Mir reichen Tim, Lucky und Sammy als Freunde! Mehr brauch ich nicht.

Dann stand sie auf und räumte alles zusammen. Die Decke legte sie weg und brachte dann Sammy zurück. 

Danach lief sie, immer noch wütend, nach Hause. Dort rannte sie am Esszimmer vorbei und verschwand in ihrem Zimmer. Die Tür schmiss sie sauer zu.

„Ich glaube, dass Nachdenken hat sie nicht weitergebracht.“, meinte Richard. Die anderen nickten. 

„Wenn wir ihr jetzt für drei Tage mal ihren eigenen Willen lassen, wird sie vielleicht von selbst kommen. Achtet nur darauf, wenn George in eurer Nähe ist. Dann könnt ihr eure Pläne ausführen.“, sagte Tante Fanny.   

Die anderen stimmten ihr zu. Man hatte George angesehen dass sie zurzeit nicht wusste was mit ihr los war.


George hingegen boxte wütend gegen ihren Sandsack, dabei sprach sie ihre Gedanken aus. Tim und Lucky spürten das mit George etwas nicht stimmte. Deshalb wedelten sie mit ihren Schwänzen und begannen eine Rauferei. 

George aber beachtete sie noch nicht einmal.

Also hörten die beiden auf und fingen traurig an zu jaulen.    

Da sah George auf.   

„Was ist denn los?“, fragte sie bekümmert.

Lucky und Tim hörten mit jaulen auf und sprangen erfreut an ihr hoch. Sie hatten George von ihrer Wut befreit, dass machte die beiden glücklich.  

George schüttelte verwirrt ihren Kopf.

„Was soll denn das?“, fragte sie unsicher. 

„Wau, wau.“, bellten die beiden Hunde.   

George verstand immer noch nicht und boxte einfach weiter. Diesmal aber besser gelaunt. Am Abend dann ging sie geschafft ins Bett. Sie hatte den ganzen Nachmittag am Sandsack trainiert. Auch die anderen legten sich müde ins Bett. Anne, Richard, Julius, Tante Fanny und Onkel Quentin hatten Karten gespielt und beratschlagt, wie sie mit George umgehen sollten.


Am Morgen darauf stand George wieder früh auf und ging leise runter, aber umsonst. Die anderen waren alle schon früh aufgestanden, sie hatten geahnt das George wieder früh aufstehen würde. 

Sie begrüßten die erschreckte George fröhlich und ließen sie in Ruhe.

Tante Fanny fragte Anne, Richard und Julius so wie es abgesprochen war „Na, was wollt ihr drei heute machen?“   

Diese antworteten zu Georges Überraschung „Wir wollen zum Strand gehen und uns heute mal ausruhen.“

George stutzte. 

Da fragte Fanny auch sie „Und was machst du heute?“

„Äh … ich, ich wollte ausreiten.“, antwortete George verunsichert.

„Na, dann macht euch einen schönen Tag, ihr vier.“, sagte nun Onkel Quentin. George packte verwirrt ihr Essen ein und ging los zum Reiterhof, um ihr Pferd zu holen.
Sie ging zur Koppel holte Sammy, putzte, sattelte und trenzte ihn und ritt los. Aus irgendeinem Grund war George neugierig was die Geschwister den ganzen Tag am Strand machen wollten. Sie hatte keine Ahnung was man da machen könnte.  

Also ritt sie zum Strand, aber dicht hinter den Felsen, damit Anne, Richard und Julius sie nicht sahen. Die drei Geschwister hatten auf sie gewartet und hatten deshalb Richard auf den Klippen postiert.   

Er sah alles, also auch George. Anne und Julius badeten gerade als George kam. Richard rannte runter, hinter Klippen versteckt ins Meer. Dann tauchte er unter und tauchte bis zu Anne und Julius.    

Die wussten sofort Bescheid und fingen mit ihrem Schauspiel an. 

George beobachtete sie die ganze Zeit über und war, zum Glück der Geschwister, nicht überrascht als Richard auf einmal auftauchte. 

Anne fragte ihre Brüder „Wollen wir nicht mal weiter raus schwimmen?“

„Klar, aber schaffst du das denn auch solange.“, fragte Julius zurück.   

„Ja, ich war doch letztes Jahr im Schwimmlager.“, antwortete sie.

Dann schwammen sie los. Etwa nach drei Minuten konnte Anne nicht mehr, zumindest tat sie so und George viel darauf rein.  

Erschrocken sah sie dem Schauspiel zu.   

Anne schrie um Hilfe und Julius und Richard schwammen schnell zurück um ihr zu helfen. Zusammen brachten sie die „erschöpfte“ Anne zum Strand.

Anne prustete das geschluckte Wasser aus und ruhte sich aus.

George dachte nach. Wären sie meine Freunde hätten sie mich in solch einer Lage bestimmt auch gerettet.      

Hugh, schon wieder Freundschaft. George machte sich wieder auf dem Weg zurück. Anne, Richard und Julius beobachteten sie dabei.   

„Sieht so aus als hätte sie den Köder geschluckt.“, meinte Julius sicher. 

„Ja, glaube ich auch.“, stimmte Anne ihm zu.  

Den Rest des Tages verbrachten die drei Geschwister am Strand und George beim ausreiten wo sie mal wieder über Freundschaft nachdachte. 

Als sie am Abend zurückkam, fingen Anne, Richard und Julius gerade damit an, über ihr Erlebnis am Strand zu berichten.

George ging einfach schnell nach oben und legte sich ins Bett. 

Sie wollte nichts mehr über dieses Thema hören.  

Die drei Geschwister erzählten Tante Fanny und Onkel Quentin wie George darauf reagiert hatte. Dann gingen auch sie ins Bett.
Auch an dem nächsten Tag gingen Anne, Richard und Julius wieder an den Strand baden. 

George hingegen wollte angeblich wandern, dabei schlich sie den Geschwistern hinterher.       

Die drei, am Strand angekommen machten den ganzen Vormittag nichts Ungewöhnliches.    

George wollte gerade gehen, da sah sie das Richard und Julius sich von Anne trennten.      

Wahrscheinlich wollten sie nur spazieren gehen, schoss es George durch den Kopf. Als Richard und Julius nicht mehr zu sehen waren ging Anne ins Meer baden, dabei schwamm sie wieder weiter raus.    

Auf einmal verließen Anne ihre Kräfte und sie schrie um Hilfe. Diesmal war es kein Schauspiel.   

„Hilfe, Hilfe!“, schrie sie.  

George erschrak. 

Tim und Lucky liefen auf einmal los und George hinterher. George sprang ins Wasser und war ziemlich schnell bei Anne angekommen. 

Tim und Lucky schwammen George hinterher, mussten aber schnell aufgeben, weil sie keine Kraft mehr hatten und schwammen zurück. 

George fasste Anne so dass sie ihr nicht entgleiten und trotzdem noch atmen konnte.   

„Nicht bewegen und ruhig atmen.“, sagte George zu Anne.

So schwamm George vorsichtig zurück zum Strand, wo Tim und Lucky beunruhigt warteten. George legte Anne in den weichen Sand und drückte ihr das geschluckte Wasser aus dem Bauch. 

„Danke.“, prustete Anne.

„Keine Ursache.“, sagte George und sah aufs Meer.

Als Anne wieder richtig atmen konnte sah auch sie auf das Meer.  

Irgendwann als Julius und Richard zurück kamen fielen ihnen fast die Augen aus den Köpfen. 

„George?“, fragte Richard verdattert.

„Ja?“, gab George Antwort.  

„Was machst du denn hier?“, fragte Julius.

„Mal so nebenbei eure kleine Schwester retten.“, antwortete sie. 

„Wie?“, fragten die beiden Jungen im Chor. 

„Ja, George hat mir das Leben gerettet.“, sagte Anne lächelnd, als sie von ihren Brüdern die fragenden Gesichter sah. 

Dann fasste Julius sich wieder und fragte George „Freunde?“, dabei hielt er ihr seine Hand hin.   

„Freunde.“, sagte auch George und schüttelte seine Hand. 

Die Geschwister waren erleichtert. Den Rest des Tages verbrachten die Kinder mit baden, spazieren und mit Tim und Lucky spielend.   

Als sie dann am Abend in die Küche traten und dabei schwatzten, staunten Fanny und Quentin. Das Abendbrot verlief super. 

Die Kinder erzählten von ihrem kleinen Abenteuer und Tim und Lucky bekamen heute sehr viel vom Abendbrot ab, da alle gute Laune hatten und ihnen was gaben.  

Am späten Abend dann, legten sich alle, einschließlich George, müde und gut gelaunt ins Bett und schliefen schnell ein.

© by George28

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Kommentare: 11
  • #1

    Emma (Samstag, 16 März 2013 14:25)

    Super Geschichte :)
    Ich mag die Stelle wo George und Anne rettet ;)
    Lg Emma

  • #2

    George28 (Samstag, 16 März 2013 17:07)

    Danke =)

  • #3

    Hannes (Sonntag, 17 März 2013 13:21)

    Super! Du kannst echt gut schreiben!

  • #4

    George28 (Sonntag, 17 März 2013)

    Danke =)

  • #5

    Emma (Sonntag, 17 März 2013 14:50)

    Du solltest Autorin werden ;)
    Ehrlich, diese Fanfiction ist super =)

  • #6

    George28 (Sonntag, 17 März 2013 15:49)

    Danke, ich schreibe auch andere Geschichten, die sind aber nicht fertig und daran arbeite ich.

  • #7

    Emma (Sonntag, 17 März 2013 17:38)

    Ich schreibe auch gerne Geschichten...
    Die dauern aber immer Ewigkeiten bis die fertig sind ;)

  • #8

    George28 (Sonntag, 17 März 2013 18:04)

    Ist bei mir auch so

  • #9

    Linn (Sonntag, 17 März 2013 20:22)

    echt super geschrieben!!!so cool!
    ich schreib jetzt schon 2 monate an dem prolog von einem meiner Geschichten und er sit noch nich fertig...

  • #10

    George28 (Montag, 18 März 2013 15:07)

    Ist doch nicht schlimm, ich schreib scho seit nem halben Jahr an einer Geschichte, wo ich nicht weiterkomme =)

  • #11

    jo (Samstag, 19 Oktober 2013 11:20)

    Ich schreibe gerade ein 5 Freundebuch. Tu es chatten, wenn es fertig ist!!! Dauert aber noch!! Bin gerade beim Anfang!!!:)

Ich bin KEINER der Fünf Freunde Schauspieler, nur ein Fan!



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