Der Anfang (Kapitel 1)

„Frühstück, George!“, rief Fanny Kirrin.
„Dass sie sich immer verspätet!“, schimpfte Quentin Kirrin.
Fanny und Quentin sind die Eltern des Mädchens Georgina. Georgina will aber ein Junge sein, weshalb alle sie George rufen sollen. Na ja, sie hört ja auch nur auf diesen Namen.
„Ohhh.“, stöhnte George, die sich gerade in ihrem Zimmer anzog.
Ihr Zimmer sah wirklich jungenhaft aus. Überall hingen Poster von berühmten Boxern und Judokas. In einer Ecke stand ein Regal mit Trophäen und Pokalen, sowie Medaillen die sie schon selbst gewonnen hatte. Ihr Bett sah unordentlich aus, weil George sich keine Zeit ließ das Bett zu machen. In ihren Regalen waren selbstgebastelte Boote, Bücher über Boote und anderes, Steine, Muscheln und anderes Seefahrerzeug. Am auffälligsten aber war ihr Sandsack, der in der Mitte des Zimmers hing. Sie war leidenschaftliche Boxerin und Judo machte sie auch gerne.
„Komm ja schon, Mutter!“, rief sie hinunter.
Dann zog sie sich noch ihren jungenhaften Pulli und ihre kurze jungen Hose an, die sie aus ihrem nicht gerade ordentlichen Schrank holte und stolperte mit Lucky, ihrem Hund, nach unten. 

Da stand sie, in der Tür, ein junges Mädchen, auf dem ersten Blick wirkend wie ein Junge, mit ihrem braunen, lockigen, kurzem Haar.
„Da bist du ja endlich!“, sagte Fanny und dachte, wenn George doch einmal pünktlich kommen und sich zusammen reißen würde, vor allem da wir was Wichtiges mit ihr zu besprechen haben.
„Du weißt ja, das morgen unser Besuch kommt, also reiß dich gefälligst zusammen! Schließlich sind es deine Cousins und deine Cousine!“, sagte sie zu ihrer Tochter.
„Ich hab die nicht eingeladen! Warum also soll ich mich ordentlich benehmen müssen, wenn ich doch sowieso auf die Felseninsel gehen werde!“, antwortete diese frech, störrisch und ungezogen zugleich ihrer Mutter.
„Du gehst nirgend wohin, wenn ich dir es nicht erlaube!“, meldete sich Quentin streng zu Wort, „Du wirst schön etwas mit deinen Gästen unternehmen! Und hör auf zu deiner Mutter so ungezogen zu sein!“
Ja, ja denke was du willst, ich aber, tu nicht was du willst, dachte George böse.
„Wau, wau, wau!“, bellte Lucky. Das sollte heißen, ich hab auch Hunger.

„Ja, Lucky. Ich hol ja schon dein Fressen.“, sagte George zu ihrem geliebten Hund und vergaß sogleich den Streit. Das hatte Lucky gut gemacht und dafür bekam er eine extra große Portion Hundefutter.
Nachdem alle fertig gegessen hatten sagte Fanny zu ihrer Tochter „George, du räumst dein Zimmer auf! Verstanden!“
„Warum? Die kommen doch eh nicht in mein Zimmer.“, antwortete George abweisend.
„Du wirst dein Zimmer aufräumen!“, befahl Quentin ihr, als er gerade in seinem Arbeitszimmer verschwinden wollte.  
Das tu ich bestimmt nicht, dachte George.
„Sie mal. Vielleicht werdet ihr ja sogar Freunde.“, sagte Fanny.
„Ich brauch keine Freunde!“, schleuderte George ihr prompt an den Kopf.
„Du hast aber auch keine Freunde.“, meinte Fanny. 

„Doch! Hab ich wohl. Was ist mit Alf und Harry?“, antwortete diese gereizt.
„Die kann man wohl kaum als Freunde bezeichnen. Du unternimmst noch nicht mal was mit ihnen. Stattdessen treibst du dich immer mit deinem Hund irgendwo rum.“
George drehte sich genervt um und schmierte sich noch ein paar Brote mit Käse, Schinken und Ei. Fanny ging nach oben, um das Zimmer des Besuches herzurichten. Sie wusste das George jetzt nicht mehr ansprechbar war.
George packte die Brote und ihr Geld in ihren großen Rucksack.
„Bin dann weg!“, rief sie ihren Eltern zu und verschwand sogleich mit Lucky im Schuppen, holte ihr Rad und radelte ins Dorf.
„Puh, endlich weg!“, stöhnte George und Lucky bellte zustimmend.  
Lucky war ein schöner, großer, mutiger, aber vor allem sehr intelligenter Husky. Er setzte alles daran jeden Trick zu lernen, den George ihm beibrachte. Dadurch konnte er auch sehr, sehr, sehr viele. Aber das wichtigste für ihn war, bei George zu sein, wann immer es ging.
Da kam auf einmal ein großer, zottliger Hund auf sie zu.
„Tim, da bist du ja endlich!“, sagte George und strahlte dabei übers ganze Gesicht.
Auch Tim freute sich endlich wieder zu seinem Frauchen zu dürfen. Tim war in Georges Augen der schönste Mischlingshund den es gibt. Für Tim war es am wichtigsten George und Lucky zu beschützen. Lucky und Tim verstanden sich sehr gut, weil sie zusammen spielten und viele Gemeinsamkeiten hatten, wie z.B. George. Die beiden würden alles dafür tun niemals von George getrennt zu werden.
„Ich versteh nicht, warum alle so an dem Besuch interessiert sind. Seit Wochen reden meine Eltern nur von denen. Und ich soll mein Zimmer aufräumen! Ich musste noch nie mein Zimmer aufräumen, alles nur wegen dem blöden Besuch. Und dann fängt meine Mutter auch noch damit an dass wir Freunde werden könnten. Wenn Mutter und Vater glauben ich befreunde mich mit denen, haben sie sich gründlich geirrt. Ich lasse mir nichts sagen. Ich brauch keine Freunde. Und schon gar keine von denen.“, sagte George leicht genervt.
„Ich hab ja euch.“, meinte sie liebevoll. Dann schwieg sie kurz.
„Kommt, wir holen uns Proviant.“, sagte sie dann zu ihren beiden geliebten Hunden. Ohne Tim und Lucky würde sie ziemlich einsam sein. Sie mochte die beiden einfach und Tim und Lucky mochten sie. Deshalb verband die drei ein festes Band, was nie zerbrechen würde.
Da gingen sie auf zur alten Sternenbaracke, dem Laden der alten Frau Dursley.  
„Hallo.“, sagte George zu der alten Dame.                                                             
„Na, was darf es denn heute sein, Herr George.“, antwortete diese. George lächelte, sie liebte es, wenn man sie wie einen Jungen ansprach und war dann immer geschmeichelt, schließlich wollte sie auch einer sein. Und das wussten alle Dorfbewohner.                                                                                                            
„Hm, ja also, Schokokekse, Hunde-und Pferdeleckerlis, einen Beutel Pferdemüsli, zwei Büchsen Hundefutter, zwei Apfelschorlen, einen neuen Pferdestrick und Halfter, eine Tüte Gummibärchen und eine Tafel Schokolade, bitte.“                                                                   
Die Verkäuferin hatte sich alles lächelnd notiert und lief davon um alles zu holen.
Da rief sie: „Der Strick und das Halfter, welche Farben sollen sie haben?“
„Ähm, blau“, rief George zurück. Blau war und ist ihre Lieblingsfarbe. Dann kam Frau Dursley vollbepackt wieder und legte alles auf den Tresen. Anschließend ging sie den Zettel nochmal durch, um zu sehen ob sie was vergessen hatte. Nein, sie hatte nichts vergessen. Danach sagte sie George den Preis und diese bezahlte.                                                                    
„Ach da hab ich ja doch was vergessen!“, rief Frau Dursley aus und eilte davon um es zu holen. George sah sich nochmal alles an. Nein, vergessen hatte die Verkäuferin nichts, wunderte sie sich.
Da kam die alte Dame mit einer großen Schachtel und einer Tüte Würstchen zurück.
George wollte gerade sagen sie habe doch nichts von dem genannt da sagte diese schon „Das habe ich vergessen, Würstchen für Tim und Lucky, die sind doch immer so gefräßig und die Himbeertorte für dich. Natürlich beides umsonst!“
Sie gab auch diese Sachen George. George mochte Frau Dursley wirklich sehr. Wie konnte ich vergessen, dass sie mir immer etwas umsonst gibt, dachte George betroffen.
„Gut, Danke Frau Dursley. Ich muss dann los, Sammy wartet auf mich. Tschüss.“, sagte sie und schon war sie mit ihren Hunden verschwunden.
Am Reiterhof angekommen, sah George schon von weitem dass Harry, der Stalljunge, auf sie grinsend wartete.
Sie grinste zurück und rief ihm zu: „Hast du Sammy schon gesattelt, getrenzt und eingeritten?“
„Ja, klar. … Sehe ich da ein neues Halfter und den Strick dazu, für Sammy?“, antwortete dieser fragend.
„Hm, ja. … Wir sehen uns dann abends, oder?“, sagte George während sie aufstieg.
„Ja, geht klar. Komm aber nicht wieder zu spät, ich krieg sonst Ärger von meinem Vater, okay!“
George nickte und ritt davon.
Es ist doch wunderbar, dass Harry mir immer hilft. Das ist wirklich nett von ihm, vielleicht lasse ich ein Stück Himbeertorte für ihn übrig, dachte sie.
Als sie mit Sammy losgaloppierte rannten Lucky und Tim spielend hinterher. Das war ein Spaß. Bald erreichten sie die Lichtung wo George immer mit ihren drei Freunden hin ritt.
Dort begann eine große Rangelei zwischen den Hunden. George ging nicht dazwischen, da sie wusste, dass es nur ein Spiel war. Außerdem taten sie das jedes Mal.
Der Tag war sehr schön für George, Lucky, Tim und Sammy. Lucky erlernte einen neuen Trick, Sammy fraß das saftige Gras, Tim konnte wieder wache halten und George lecken, und George hatte ihre drei Freunde um sich.
Als sie ihren Proviant aß, überlegte sie, wie sie morgen entwischen könnte und was sie tun würde.
Dabei gab sie ihren Hunden ihre Hundeleckerlis und Sammy seine Pferdeleckerlis.
Ich werde einfach meine Seilmaschine benutzen, die ist ja für so was da, dachte sie, so kann ich ganz einfach durchs Fenster abhauen.
„Hm, ich glaube wir gehen fischen, oder?“, fragte sie ihre Hunde, die mit Gebell zustimmten. „Dann können wir gleich die Fische, als Proviant mit zur Felseninsel nehmen.“
Dann schlief sie in der Sonne ein. Als es abends wurde vergaß George fast dass sie los musste, um pünktlich zu sein. Aber zum Glück bellte Tim rechtzeitig um sie zu wecken.
Schade, dass wir schon los müssen. Ich hätte noch Stunden hier im Gras liegend ausruhen oder mit Tim, Lucky und Sammy spielen können, dachte sie.

Schließlich aber ging sie doch los.                                                                       
Am Hof angekommen, wartete Harry schon auf George. George übergab ihm Sammy und das Stück Kuchen als Dankeschön. Dieser bedankte sich recht herzlich bei ihr. Dann nahm George auch von Tim Abschied. Er durfte ja leider nicht mit ihr nach Hause. Er war noch ganz klein gewesen, da hatte er bei Quentins Arbeit was kaputt gemacht. Quentin war danach so sauer gewesen, das er Tim rausgeworfen hatte. Seitdem blieb er immer bei Alf, dem Fischerjungen.
Fanny aber hatte gesehen wie traurig George nach Tims Rauswurf war und hatte Quentin überredet, einen neuen Hund zu kaufen, sie wusste ja nicht, dass George Tim noch immer besaß, also bekam sie Lucky.
Nun aber rasch nach Hause, dachte George.
Als sie zu Hause war, schlich sie in ihr Zimmer, um Vaters Ärger zu entwischen. Sie zog sich um, putzte schnell ihre Zähne, legte sich ins Bett, wo Lucky sich wie immer neben sie legte, und schlief ein.

© by George28

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Kommentare: 21
  • #1

    Kai (Montag, 25 Februar 2013 22:56)

    bisher nicht schlecht:)

  • #2

    George28 (Dienstag, 26 Februar 2013 07:36)

    Danke, Kai, nächste Kapitel wird eventuell heute oder morgen kommen.

  • #3

    Kai (Dienstag, 26 Februar 2013 14:47)

    @George28: ich freu mich drauf:)
    schreibst du sowas öfters?

  • #4

    George28 (Mittwoch, 27 Februar 2013 14:18)

    @Kai: Ich machs heute noch. Ja, ich schreibe gerne Geschichten, aber ich bekomme sie immer nicht fertig, außer die, die ist die einzige, die fertig ist. Aber sie ist eben eher über George, als über die Fünf Freunde.

  • #5

    Kai (Mittwoch, 27 Februar 2013 14:59)

    @George28: ich finde du hast talent zum schreiben:)

  • #6

    George28 (Mittwoch, 27 Februar 2013 15:29)

    @Kai: Danke. Ich schreibe ja auch gerne. Ich hab nur Probleme in den Sclüssen. Die krieg ich nicht hin, weil mir meiner Meinung nach dan was im Hauptteil fehlt...

  • #7

    Kai (Mittwoch, 27 Februar 2013 16:02)

    @George28: wie alt bist du eig.?

  • #8

    Linn (Mittwoch, 27 Februar 2013 21:49)

    Ich finds auch echt gut bis jetzt!

  • #9

    George28 (Donnerstag, 28 Februar 2013 15:37)

    @Kai: 14, du?

    @Linn: Danke =)

  • #10

    Kai (Donnerstag, 28 Februar 2013 16:36)

    @George28: ich bin 13:)

  • #11

    George28 (Donnerstag, 28 Februar 2013 19:02)

    Ich arbeite gerade daran, Kapitel 2 hier einzubringen. Dauert noch circa 5 Minuten.

  • #12

    Emma (Donnerstag, 07 März 2013 16:54)

    Voll coole Geschichte :)

  • #13

    tja (Samstag, 16 März 2013 16:54)

    super

  • #14

    Emma (Montag, 25 März 2013 14:51)

    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx SUPER ; SUPER UND NOCHMALS SUPER

  • #15

    George (Dienstag, 01 Oktober 2013 20:46)

    Warum wirst du nicht Schriftstellerin??
    Ich habe den Rest noch nicht mal gelesen und finde es TOTAL SPITZE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    WIE KANNST DU SOOOOOOOOOO GUTE SACHEN SCHREIBEN? :):):):):):):):):):)=)=)=)=)=)=)=)=)

  • #16

    George28 (Mittwoch, 02 Oktober 2013 21:05)

    Danke :) Ich ahbe vor, Autorin zu werden ;) ANdere Geschichtsideen hab ich auf meienr anderen Page (Links: SAm und die Welt der Tiere) da hier ja eher alles aus den Filmn und Büüchern eingebracht ist...

  • #17

    kornelius (Samstag, 02 November 2013 14:13)

    noch nie zimmer aufräumen. au man der hats gut. ich muss das jede woche
    das hast du geschrieben? geil. muss ich gleich weiterlesen

  • #18

    Timmy (Sonntag, 03 November 2013 16:11)

    Ich finde die Geschichte bis jetzt echt SUPER

  • #19

    fuenffreundegeorg (Freitag, 20 Dezember 2013 10:41)

    Auch jetzt druckt der Drucker gerade. Wie ich die Geschichte fande, schreibe ich dir im letzten kapitel!!:)

  • #20

    Leonie (Sonntag, 05 Januar 2014 23:29)

    Echt cool.

  • #21

    Amelie (Mittwoch, 10 September 2014 17:25)

    Die Geschichte ist toll. Wenn man einmal angefangen hat, zu lesen kann man nicht mehr aufhören!

Ich bin KEINER der Fünf Freunde Schauspieler, nur ein Fan!



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